19.03.2010, 09:05 Uhr
Kein Gegentor zu kassieren sei das Hauptziel sagte Klaus Allofs vor der Europa-League-Partie gegen den FC Valencia. Knapp zwei Minuten konnte Werders Defensive dieser Forderung gerecht werden. Dann schlug Gäste-Torjäger David Villa das erste Mal zu. Am Ende stand es 4:4 und die Bremer sind aus der Europa League ausgeschieden. Werder hat einmal mehr einen begeisternden Fußballabend abgeliefert, vier Treffer erzielt und steht am Ende doch mit leeren Händen da. Werders Wackel-Abwehr kostet den Einzug in die Runde der letzten Acht.
Die Hanseaten haben gegen einen Top-Klub wie Valencia in zwei Spielen fünf Treffer erzielt. Dennoch bleibt ihnen im Viertelfinale der Europa League nur die Zuschauerrolle. "Das war naiv, so kann man nicht verteidigen", zeigte sich Allofs enttäuscht. Und Trainer Schaaf ergänzte treffend: "Die entscheidenden Dinge im Fußball sind, dass man Tore schießt und verhindert - beidem sind wir nicht gerecht geworden."
Die Erkenntnis von Trainer Schaaf ist ebenso richtig wie bitter, aber nicht neu. Die fehlende Balance innerhalb der Werder-Mannschaft macht schon seit Jahren nicht selten das zunichte, was sich die Mannschaft eigentlich verdient gehabt hätte. Das Spiel gegen Valencia offenbarte nicht das erste Mal eine Mischung aus begeisterndem Offensiv-Fußball und haarsträubenden Abwehrfehlern. Da ist es ein schwacher Trost, dass Werder-Spiele, insbesondere im Europacup, für den neutralen Zuschauer höchst attraktiv sind.
Das Bremer Spiel ist (und bleibt) offensiv ausgerichtet, was zu Anfälligkeiten in der Defensive führt. Nach dem Abgang von Diego zu Juventus Turin hatten viele Beobachter befürchtet, dass Werder seine Offensivstärke einbüßt. Doch die Bremer besitzen mit Neuzugang Marko Marin, Mesut Özil, Aaron Hunt und Top-Stürmer Claudio Pizarro weiterhin eine schlagkräftige Angriffsreihe. Weiter hinten sind die Baustellen der Werder-Mannschaft.
Besonders auf den Außenverteidiger-Positionen offenbart Bremen immer wieder Schwächen. Während in der Innenverteidigung mit Naldo und Mertesacker Spieler mit internationalem Niveau agieren, bemühen sich auf Außenbahnen zumeist Clemens Fritz und Petri Pasanen. Beide reichen bei weitem nicht an die Qualität der zentralen Abwehrspieler heran, auch wenn gegen Valencia Innenverteidiger Naldo patzte.
Und auch auf der Position des Sechsers muss sich Werder für die Zukunft rüsten. Torsten Frings spielt gewiss eine gute Saison. Allerdings häufen sich die Situationen, in denen der 33-Jährige im Mittelfeld überlaufen wird. Für die neue Saison sollten die Werder-Verantwortlichen den Kader vor allem in der Defensive verstärken. Vielleicht werden Tor-Festivals mit Bremer Beteiligung seltener. Aber fragen Sie mal bei Werder nach, wie sehr sich alle Beteiligten gegen den FC Valencia über ein 0:0 gefreut hätten.
Quelle: t-online.de
silver schrieb:
am 19. März 2010 um 15:20:19
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Werder
Rune Bratseth war der letzte Abwehrspieler, der bei Werder die Defensive im Griff hatte. Mertesacker und Naldo sind offensive
Traumtänzer. Internationale Titel gewinnt man so nicht! Klaus Allofs ist für diese Einkaufspolitik verantwortlich. Ich hoffe nur, dass man bei Werder aufwacht.
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Robiherz schrieb:
am 19. März 2010 um 14:44:03
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"Betonabwehr Werder"
Wenn man sich die Namen der Bremer "Abwehrspieler" anschaut und gleichzeitig feststellt, daß diese fast alle
National-
spieler sind, dann kann man nur den Kopf schütteln. Gleichzeitig ist festzustellen, daß man mit solch einem "Abwehrboll-
werk" keinen internationalen Titel holen kann. Wann werden denn endlich Trainer Schaaf und Manager Allofs diesen Miss-
stand erkennen und neues Personal einsetzen? Der Erfolg im Fußball wird in 1.Linie in der Abwehr geschaffen!
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