08.05.2008, 07:35 Uhr
Kung-Fu-Kämpfer Tim Wiese: Brutale Attacke gegen Olic (Foto: dpa)Natürlich, es ging um die Champions-League-Qualifikation und damit um viel Geld. Was sich der Hamburger SV und Werder Bremen am Mittwochabend aber leisteten, hatte über weite Strecken mit Fußball nichts zu tun. Das 88. Nordderby war eines der schmutzigsten Duelle beider Teams: Es wurde - vor allem von Bremer Seite - nach Herzenslust getreten, gehalten, geschubst und geschimpft. Dass Werder am Ende die Partie mit 1:0 gewann und damit einen Platz in der Königsklasse so gut wie sicher hat, verkam fast schon zur Randnotiz.
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Bereits vor dem Anpfiff lieferten sich die Fans beider Lager eine Schlägerei am Hauptbahnhof, nach Informationen des "Hamburger Abendblatts" mussten 16 Mannschaftswagen der Polizei anrücken und die anwesenden Beamten unterstützen. Auf dem Spielfeld ging die Rauferei dann weiter. Ab Mitte der ersten Halbzeit hatte Schiedsrichter Lutz Wagner die Partie nicht mehr im Griff. Negativer Höhepunkt war die Szene, als Werders Keeper Tim Wiese den heranstürmenden Ivica Olic an der Strafraumgrenze nur mit einem Kung-Fu-Tritt stoppen konnte. Der Kroate hatte einfach nur Glück, dass er sich nicht schwer verletzte. Warum der Referee Bremens Torwart nur die gelbe Karte zeigte - Rot hätte es sein müssen - wird wohl sein Geheimnis bleiben.
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Härter geht es nicht: Kahns Attacke gegen Chapuisat (Foto: imago)Wieses brutale Aktion erinnerte fatal an die Szene, als Oliver Kahn 1999 in Dortmund Stephane Chapuisat mit einer Kung-Fu-Einlage attackierte. Kahn-Fan Wiese interpretierte seinen Fehltritt auf seine ganz eigene, ignorante Art. "Ich habe zuerst den Ball gespielt und dann ist er in mich hineingelaufen. Es war wohl keine rote Karte. Aber das alles interessiert sowieso mich nicht. Hauptsache wir haben gewonnen." Wenig später flogen dann allerdings mit Kapitän Frank Baumann (gelb-rote Karte) und Jurica Vranjes (rote Karte) zwei Bremer vom Platz. Bemerkenswert: Beim HSV wurden lediglich Boateng sowie Rafael van der Vaart mit Gelb bestraft.
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Nach dem Spiel hatten die Fans übrigens noch nicht genug. Aufgepuscht von der hitzigen Stimmung auf dem Rasen soll es auf dem Parkplatz vor der Hamburger Arena zu Jagdszenen gekommen sein. Fazit: Das 88. Nordderby zwischen Hamburg und Bremen sollte man ganz schnell vergessen.
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Quelle: t-online.de
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