21.03.2010, 08:10 Uhr | t-online
K.o.-Schlag Sekunden vor Schluss: Am Ende war die Welt für Wladimir Klitschko doch noch in Ordnung. (Foto: Reuters)
Aus Düsseldorf berichtet Jens Bistritschan
Als eigentlich schon niemand mehr damit gerechnet hatte, holte Wladimir Klitschko dann doch noch den Hammer raus. Mit einem krachenden linken Haken an die Schläfe von Eddie Chambers schickte er den Herausforderer auf die Bretter, Ringrichter Genaro Rodriguez machte überhaupt keine Anstalten, den US-Amerikaner anzuzählen. Offiziell fünf Sekunden vor dem Schlussgong der 12. und letzten Runde war so der Kampf um die WM-Gürtel im Schwergewichtsboxen nach Version der Verbände IBF, WBO und IBO beendet, und der jüngere Klitschko-Bruder ließ sich von den rund 50.000 Zuschauern in der Düsseldorfer ESPRIT arena als Sieger feiern.
Der Jubel der Fans wäre sicher nicht so laut ausgefallen, hätte Dr. Steelhammer seinen Gegner nicht doch noch k.o. geschlagen. Gewiss, Klitschko hatte die zwölf Runden klar dominiert und jede einzelne für sich entschieden. Aber die Zuschauer wollten das Salz in der Suppe haben – den einen Schlag, der den Kampf vorzeitig beendet. Und der ließ auf sich warten und warten. Aus den anfänglichen Anfeuerungsrufen "Auf die Fresse!" waren deshalb im Laufe des Duells Unmutsbekundungen geworden. Einige Zuschauer pfiffen sogar ab der Mitte des Fights jeweils nach dem Pausengong.
Von den Unmutsbekundungen hatte Klitschko nach eigenen Angaben nichts mitbekommen. Doch auch für ihn war das vorzeitige Kampfende "extrem wichtig. Ansonsten hätte ich eine unfassbare Kritik bekommen". Selbstkritisch merkte er an, "dass ich vielleicht ein wenig zu vorsichtig war, weil ich wollte es perfekt machen, dass die Schläge sitzen". Eine Aussage, wie man sie sonst von dem eher risikoscheuen Klitschko nach Kämpfen nicht hört.
In Düsseldorf wollte der Doktor der Sportwissenschaften aber den K.o. Deshalb gab der 33-Jährige in den letzten Runden noch einmal richtig Gas – letztendlich mit Erfolg. Sofort, als er den entscheidenden Treffer landete, "habe ich gewusst, dass er nicht wieder aufsteht", gab Klitschko nach dem Kampf zu Protokoll.
Nach Meinung seines Trainers Emanuel Steward hätte der Kampf vier Runden früher schon beendet sein müssen. Doch sein Schützling zögerte oft zu lange beim Nachsetzen oder wollte sich seinen Gegner optimal stellen. Und so kam es, dass schließlich eine Fähigkeit Klitschkos den Unterschied zwischen K.o. und Punktsieg machte, die laut Steward nur noch ganz wenige Boxer besitzen – den Gegner mit einem Einzelschlag zu besiegen. "Darin ist er der beste Boxer, den ich je trainiert habe", lobte der 65-jährige Coach, der auch schon Legenden wie Thomas Hearns, Evander Holyfield oder Lennox Lewis betreute.
Während es für Chambers im 37. Kampf die zweite Niederlage war, schraubte Klitschko seine Erfolgsbilanz auf 54:3 hoch. Dabei verließ er 48 Mal vorzeitig als Sieger den Ring. Etwas frustriert musste Chambers Promoter Dan Goossen nach seinem dritten Anlauf – zuvor war er schon mit Tony Thompson an Wladimir und mit Chris Arreola an Vitali gescheitert – die Überlegenheit der Klitschko-Brüder im Schwergewicht anerkennen. "Das sind wahnsinnig gute Fighter. Sie sind groß, sie sind stark, und sie sind klug." Seiner Meinung nach gibt es nur einen Boxer, der Wladimir besiegen könnte, und nur einen Kämpfer, der Vitali bezwingen könnte – der jeweils andere Bruder. Aber zu diesem Duell wird es ja leider nie kommen, so haben es jedenfalls die Klitschkos ihrer Mutter versprochen.
Quelle: t-online.de
rudiammer schrieb:
am 21. März 2010 um 16:15:25
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Kommentator Klitschko-Kampf
+Der RTL-Kommentator war eine Katastrophe, Habe mir noch nie soviel dummes Zeug während eines Kämpfes anhören
müssen, wie an diesem Abend. Der Kommentator hat den Kampf regelrecht zerredet. Man sollte ihn feuern,
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Name Robert B. Moore schrieb:
am 21. März 2010 um 16:14:29
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Klitschko-Kampf ????
wie schon so oft, stand der Verstand von Klitschko, seiner natürlichen ihm
gegeben EMPFINDUNG, auch von vielen das
Bauchgefühl genannt, nur es hat nichts mit Gefühlen zu tun......denn die Gefühlen werden alle vom Kopf(Verstand) gesteuert.....denn Hören, Sehen, Fühlen, Schmecken, Riechen,
werden als Hilfsmittel bezeichnet, für den Verstand.....wer eines dieser fünf
nicht hat oder nicht mehr hat, wird als behindert bezeichnet - ist so
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super duper schrieb:
am 21. März 2010 um 15:52:40
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öde
war gestern auch in Düsseldorf und meiner Meinung nach sah es schon sehr nach fake aus. Die ganze Veranstaltung wird ja auch von der
Klitschko GmbH veranstaltet. Die werden sich schon nicht den umbequemsten Gegner aussuchen.
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