28.06.2011, 14:53 Uhr
Ngozi Eucharia Uche, nigerianische Trainerin, "kann diese dreckige Lebensweise nicht tolerieren". (Foto: dapd)
Die WM 2011 in Deutschland hat kurz nach dem sensationellen Auftakt ihren ersten echten Skandal. Die Trainerin von Deutschlands Gruppengegner Nigeria, Ngozi Eucharia Uche, hat lesbische Spielerinnen aus der nigerianischen Nationalmannschaft ausgeschlossen und damit für einen Eklat gesorgt. Die FIFA gibt derweil ebenfalls kein gutes Bild ab.
"Ja, die Lesben in unserer Mannschaft waren wirklich ein großes Problem. Aber seitdem ich Trainerin der Falcons bin, hat sich das erledigt. Es gibt keine lesbische Spielerin mehr in meinem Team. Ich kann diese dreckige Lebensweise nicht tolerieren", sagte sie. Bedenklich sind auch die Mittel, mit denen Uche versucht, ihre Spielerinnen zu einer heterosexuellen Lebensweise zu zwingen. Das fängt beim Voodoo-Zauber an und hört beim lieben Gott auf.
"Wir haben nun sehr viele Spielerinnen, die nach den Worten von Gott dürsten. Dadurch sind sie viel konzentrierter und wissen, dass der Fußball ihnen Ruhm, Glück und Spaß bringen kann. Homosexualität zerstört all diese Hoffnungen", sagte Uche, die eigenen Angaben großen Erfolg mit ihrer "Hexerei" hat: "Lesbische Spielerinnen sind in Nigeria ein Bild aus der Vergangenheit. Die Spielerinnen haben zu Gott gefunden."
Noch fast unglaublicher als die Aussagen von Nigerias Trainerin ist jedoch die Tatsache, dass die FIFA sich trotz dieser Aussagen nicht rührt. Denn es ist kaum vorstellbar, dass der Weltverband ebenso untätig bleiben würde, wenn Bundestrainerin Silvia Neid plötzlich auf die Idee käme, dass Spielerinnen mit Migrationshintergrund nicht mehr für Deutschland auflaufen dürften. Beim Thema Rassismus klingeln bei der FIFA mittlerweile die Alarmglocken, eine Ausgrenzung homosexueller Sportler tangiert den Weltverband aber offenbar nicht.
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Auch die deutschen Nationalspielerinnen halten sich mit Kommentaren zu der Verbannung homosexueller Spielerinnen aus Nigerias WM-Team zurück. Für die frühere Bundesligaspielerin Tanja Walther-Ahrens, wie DFB-Keeperin Ursula Holl mit einer Frau verheiratet, ist der immer noch tabubehaftete Umgang mit lesbischen Spielerinnen "sehr schlimm".
Jedoch weiß auch Walther-Ahrens, dass für Uche die Integration lesbischer Spielerinnen schwer ist. "Es gibt in Nigeria andere politische Verhältnisse, andere Wertevorstellungen. Wir leben glücklicherweise in einem Land, in dem ein anderer Umgang mit Homosexualität möglich ist. Nadine Angerer und Ursula Holl haben damit keine Berührungsängste. Sie gehen offen damit um. Das ist ein schöner Anfang", sagte Walther-Ahrens der "Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung".
Allerdings eben auch nicht mehr als ein schöner Anfang. Denn bislang sind aus der deutschen Frauen-Nationalmannschaft nur die bisexuelle Keeperin Nadine Angerer sowie Holl an die Öffentlichkeit gegangen. Bei den übrigen deutschen Nationalspielerinnen gewinnt man den Eindruck, dass sie immer zurückhaltender mit ihrer sexuellen Neigung umgehen. Mal abgesehen von Spielerinnen wie Fatmire Bajramaj oder Celia Okoyino da Mbabi, die sich gerne auch vom Boulevard mit ihren Freunden ablichten lassen.
Deshalb wünscht sich Angerer einen generell offeneren Umgang. "Natürlich fände ich es toll, wenn generell Offenheit herrschen würde", so Angerer. Ex-Nationalspielerin Nia Künzer wünscht sich dagegen ein Outing auch bei den Männern, um es auch den homosexuellen Frauen einfacher zu machen. "Vielleicht sollten sich einfach mal ein paar Spieler zusammentun und an die Öffentlichkeit gehen, dann wäre das Thema mit einem Ruck vom Tisch", sagte die 31-Jährige. Sie glaube nicht, dass es einen großen Aufruhr geben würde. "Zwei, drei Tage wäre das ein Thema, dann kommt schon das nächste", sagte Künzer.
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Quelle: sid
haha schrieb:
am 28. Juni 2011 um 16:56:52
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hört doch mal auf sowas immer zum Thema zu machen
hmm aha die Männer sollena lso den ersten Schritt machen damits die Frauen dann leichter
haben! Tja Typisch Moderne Frau, alle annehmlichkeiten der Emnanzipation mitnehmen wollen, aber sobalds dann mal heißt selbst was zu leisten verkriecht man sich nur zu gern wieder hinter den Männern. Das sind dann die selben Frauen die sonst immer behaupten das Frauen eh alles besser können.
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S04 schrieb:
am 28. Juni 2011 um 16:48:08
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Lesben
Bravo Sabrina !!!! Ganz einfach aber richtig !
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birgit schrieb:
am 28. Juni 2011 um 16:44:24
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lesbische Spielerinnen
Der FIFA geht es doch schon lange nicht mehr um den Sport. Wenn die Kohle stimmt, und die Pöstchen gesichert
sind,dann ist der Ball für die Funktionäre wieder rund. Warum wird der Fußballspieler auf sein sexualleben und nicht auf sein sportliches Können reduziert? Diese geistige Unterentwicklung muss schnellstens abgeschaft werden.
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