30.07.2011, 21:59 Uhr
Das traditionelle Losglück ist der deutschen Nationalmannschaft auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien treugeblieben. Mit Schweden, Irland, Österreich, Färöer und Kasachstan erwischte das Team von Bundestrainer Joachim Löw bei der Auslosung der in Rio de Janeiro durchweg lösbare Aufgaben. (Die DFB-Gruppengegner im Kurzporträt)
Die Ausscheidungsspiele beginnen erst nach der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine am 7. September 2012. Abgeschlossen wird die Qualifikation am 19. November 2013. Die Ersten der neun europäischen Gruppen qualifizieren sich direkt für die WM-Endrunde in drei Jahren. Die acht besten Gruppenzweiten ermitteln in einer Relegationsrunde vier weitere Starter für das erste Weltturnier in Brasilien seit 1950. Insgesamt bewerben sich weltweit 203 Länder um die 31 verbliebenen WM-Startplätze neben dem gesetzten fünffachen Weltmeister. Dafür sind nach FIFA-Angaben insgesamt 824 Spiele erforderlich.
Im Überblick: Alle WM-Qualifikationsgruppen Europas:
Die Namen der deutschen Gegner in der Europa-Gruppe C dürften Löw, der in der brasilianischen Metropole von Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff vertreten wurde, nicht sonderlich beunruhigen. Mit Österreich und Kasachstan gibt es dabei ein schnelles Wiedersehen. Beide Länder zählen bereits in der laufenden Qualifikation zur EURO 2012 zu den deutschen Gegnern. Gegen die Kasachen gelangen mit 3:0 und 4:0 zwei Siege. Die Österreicher wurden in Wien 2:1 bezwungen, das Rückspiel findet am 2. September in Gelsenkirchen statt.
Auch gegen die übrigen Gruppengegner weist die DFB-Auswahl eine positive Bilanz auf. Gegen Färöer, den Fußballzwerg von den Schafsinseln, gab es in der Qualifikation zur EM 2004 die beiden einzigen Vergleiche, die Deutschland mit viel Mühe mit 2:1 und 2:0 gewann. Schweden war am 17. November letzten Jahres in Göteborg letztmals deutscher Gegner: Bei winterlichen Bedingungen trennte man sich 0:0. Insgesamt ist die DFB-Bilanz gegen die Skandinavier in 34 Spielen knapp positiv. Gegen das vom Italiener Giovanni Trapattoni trainierte Irland gab es in 16 Vergleichen sieben deutsche Siege bei fünf Niederlagen.
Am Rande der Auslosungen gab es Proteste. Während im Veranstaltungszelt am Jachthafen Marina da Gloria in Rio de Janeiro die Lose gezogen wurden, demonstrierten rund 200 Personen draußen lautstark gegen Verschwendung von öffentlichen Geldern für das Turnier sowie für die Machtenthebung von Ricardo Teixeira. Die nationale Fanfront (FNT), Mitorganisator des Protestmarsches, forderte auf Spruchbändern "Raus mit Ricardo Teixeira". Sie sieht den Präsidenten des lokalen Organisationskomitees aufgrund immer wiederkehrender Korruptionsvorwürfe nicht als idealen Mann für diesen Posten.
"Die WM wird nicht für das Volk, sondern für die Elite sein", sagte zudem FNT-Präsident Joao Herminio Marques. Auch die Finanzierung des umgerechnet 13,5 Millionen Euro teuren Auftaktevents der WM traf auf großen Widerstand. "Wir sind seit dem 7. Juni im Streik, und der Gouverneur verhandelt nicht mit uns, weil er angeblich kein Geld hat. Aber für solche Megaevents ist welches da", kritisierte Raquel Simas, die mit ihren Lehrerkollegen um Gehaltserhöhungen kämpft.
Quelle: dpa , t-online.de
Nordmann schrieb:
am 1. August 2011 um 10:28:41
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Losglück?
"Traditionelles Losglück" - das ist doch Unfug, alle Gruppen sind etwa gleich schwer / leicht. Aufgrund des
Ranking-Systems der FIFA werden wir nie gleichzeitig auf Italien, England, Frankreich und Holland in einer Gruppe treffen.
Das sollte auch ein T-Online Sportredakteur wissen.
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