26.12.2010, 17:23 Uhr | dpa, sid
Adam Mitchell (li.) im Duell mit dem Wolfsburger Jason Ulmer. (Foto: imago)
Meister Hannover Scorpions hat auch zum Weihnachtsfest den freien Fall in der Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) nicht stoppen können. Nach zuletzt fünf Auswärts-Pleiten in Serie setzte es im Niedersachsen-Derby gegen den EHC Wolfsburg mit 2:3 nach Verlängerung (0:2, 1:0, 1:0) bereits die sechste Heim-Niederlage. Damit verharrt der Champion auf Platz acht der Tabelle.
Die Wolfsburger stabilisierten hingegen ihre Tabellenführung, die sie am Tag vor Heiligabend mit dem 2:0 bei den DEG Metro Stars übernommen hatten.
Vor 4410 Zuschauern legten Sebastian Furchner (10.) und Jeff Hoggan (15.) mit ihren Treffern im ersten Drittel die Grundlage zum 18. Saisonsieg der Grizzlys. Sascha Goc erzielte das Anschlusstor (29.) und machte das von beiden Seiten bissig geführte Match noch einmal spannend. Schließlich wurden die Bemühungen der Gastgeber kurz vor der Sirene mit den Ausgleich durch Chris Herperger (59.) belohnt. In der Verlängerung hatte aber Wolfsburg dank des Treffers von Nationalspieler Kai Hospelt (62.) das bessere Ende für sich.
Die DEG gewann gegen die Iserlohn Roosters ebenfalls 3:2 (1:0, 0:0, 1:2) nach Verlängerung. Rob Collins sorgte für die Entscheidung zugunsten der Düsseldorfer. Durch ein 2:1 nach Verlängerung im bayerischen Kellerderby gegen Straubing schob sich der ERC Ingolstadt wieder auf Rang zehn, den letzten Platz, der noch zu den Pre-Playoffs reichen würde. Den Siegtreffer erzielte Thomas Greilinger nach 42 Sekunden der Verlängerung.
Neuer Rekord in der Geschichte des Eishockeys. Beide Mannschaften werden nahezu komplett vom Platz gestellt. zum Video
Die Nürnberg Ice Tigers behalten dank eines verdienten 4:2 (1:1, 1:1, 2:0)- Sieges gegen die Augsburger Panther den Kontakt zur Spitzengruppe.
Einen Befreiungsschlag landeten die Berliner Eisbären mit einem 6:0-Kantersieg bei Schlusslicht Hamburg Freezers. Unterstützt von 700 Fans unter den fast 10.000 Besuchern ließen die Hauptstädter dem Gegner keine Chance. Für Neu-Trainer Benoit Laporte war es nach dem 1:3 gegen Nürnberg bereits die zweite Heimniederlage, der erhoffte Effekt durch den Trainerwechsel scheint völlig verpufft. Für Berlin revidierten zweimal Andre Rankel, Florian Busch, Jens Baxmann, Frank Hördler und TJ Mullock mit ihren Toren den schlechten Eindruck, den der Meisterschafts-Favorit aus der Hauptstadt bei den zurückliegenden drei Niederlagen in Serie hinterlassen hatte.
Mit dem ersten Saisonsieg über die Freezers und nunmehr 51 Punkten schoben sie die Berliner wieder auf den dritten Tabellenplatz. Sie profitierten dabei zugleich von der 2:3-Niederlage der punktgleichen Krefelder bei den Kölner Haien in der Verlängerung. Vor 10.098 Zuschauern punkteten die Haie zum neunten Mal in Folge und rückten auf Rang 10 vor. Daniel Sparre (7.) und Jason Jaspers (20.) münzten schon im ersten Drittel die Gäste-Führung von Richard Pavlikovsky (6.) in eine Führung um. Charlie Stephens glich für die keineswegs schlechten Krefelder zwischenzeitlich noch einmal aus, doch in der Verlängerung traf Jaspers (62.) erneut in Überzahl.
Quelle: sid , dpa
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