03.07.2011, 10:26 Uhr
Jetzt spricht der DFB-Präsident ein Machtwort: Theo Zwanziger hat Michael Ballack aufgefordert, Bundestrainer Joachim Löw um Entschuldigung zu bitten. "Diese Sache liegt jetzt ausschließlich in den Händen von Michael Ballack", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Er hat sich in dieser unschönen Diskussion eindeutig in der Wortwahl vergriffen. Er muss sich, wie das echte Männer machen, bei Joachim Löw entschuldigen. Dann, denke ich, ist der Bundestrainer auch bereit, Michael Ballack den Abschied zu ermöglichen, der dieser großen Sportlerpersönlichkeit gebührt."
Nachdem Ballack bei der Nationalmannschaft ausgemustert worden war, hatte der langjährige Kapitän den Bundestrainer beschuldigt, ihn über seine Perspektive belogen zu haben. Ballack hatte trotz seiner Verletzungen über Monate gehofft, er werde in die Nationalelf zurückkehren. Das Angebot eines Abschiedsspiels hat er bislang nicht angenommen.
Ballacks Berater Michael Becker hat die Forderungen nach einer Entschuldigung jedoch entschieden abgelehnt. "Auch nach intensivstem Nachdenken wissen wir nicht, weshalb und wofür sich Michael Ballack bei Joachim Löw entschuldigen sollte", sagte Becker der "WAZ".
Auch Bayers Sportdirektor Rudi Völler wies die Zwanziger-Forderung prompt zurück. "Meine Meinung ist: Der DFB-Präsident sollte lieber mal persönlich mit Michael Ballack reden und nicht nur über die Medien kommunizieren", sagte Völler der "Bild"-Zeitung.
Der DFB hatte Ballack, der in der Planung von Löw keine Rolle mehr spielt, angeboten, beim nächsten Länderspiel am 10. August in Stuttgart gegen Brasilien einen würdigen Abschied aus dem Team zu feiern. Der 98-malige Nationalspieler hatte dieses "Gnadenbrot" aber abgelehnt und seinerseits Löw der Lüge bezichtigt. Ballack, der sich zurzeit mit seinem Klub Bayer Leverkusen im Trainingslager in Zell am Ziller befindet, hält sich in dieser Angelegenheit derzeit bedeckt.
Auf die Frage, ob er noch einmal gegen den Bundestrainer nachlegen wolle, antwortete Ballack im "Express": "Nein. Ich habe alles gesagt." Gesagt ja, aber möglicherweise noch nicht alles gezeigt. Nach Express-Informationen hat Ballack diverse Textnachrichten von Löw auf seinem Handy gespeichert. Die SMS können angeblich belegen, dass Ballack die Wahrheit gesagt hat. Ob und wann sich der 34-Jährige noch einmal zu Wort meldet, ist ungewiss.
Zwanziger, der sich in den vergangenen Wochen als Vermittler angeboten hatte, kann sich einen Auftritt Ballacks gegen Brasilien aber weiterhin vorstellen. "Nachtragend sind wir nicht, die Tür für Michael Ballack bleibt beim DFB immer offen. Ballack hat nach wie vor einen ehrenvollen Abschied verdient. Zeitnah zum Ende seiner Laufbahn. Das ist nach wie vor die Möglichkeit in Stuttgart. Das ist das Angebot, das wir ihm machen", hatte der DFB-Boss vor rund zwei Wochen erklärt und hinzugefügt: "Und ganz ausschließen, dass es doch zu diesem Abschied kommt, will ich das trotz der bisherigen Absage von Michael Ballack nicht."
Ballack selbst hatte das Angebot allerdings als eine "Farce" bezeichnet. Dem widersprach Zwanziger vehement: "Ich weiß nicht, ob man dieses Spiel gegen Brasilien falsch einschätzt. Ich empfinde es als tolle Geste, dass man einen langjährigen Kapitän, der Großes für den deutschen Fußball geleistet hat, gerade in einem Klassiker wie gegen Brasilien die Chance gibt, sich von der Mannschaft und von seinen Fans zu verabschieden. Ich halte das für ein tolles Angebot und bin ein bisschen traurig, dass das Umfeld von Michael Ballack ihn da anders beraten hat."
Quelle: sid
Zoran schrieb:
am 3. Juli 2011 um 16:19:13
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J.Löw
Es ist egal, ob Ballack zurück kommt oder nicht, es ist definitiv letztes EM für J. Löw, weil nach dem EM muß J. Löw so wie so gehen!!!!
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Eddi schrieb:
am 3. Juli 2011 um 16:14:48
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Tschüss
Ballack war doch nur ein mittelmässiger Leistungsträger. Und das er keine
Persönlichkeit besitzt , zeigt ja sein ---Diva--- Verhalten.
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sc schrieb:
am 3. Juli 2011 um 16:10:55
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Ballack
...nun auch noch der Theo. Bevor sich Ballack bei Löw entschuldigt, muß sich Theo erst noch bei Ballack bedanken, dass der immer so
guten Fußball gespielt hat, als er noch richtig aktiv war und die Nationalelf ihn gebraucht hat. So wie bei echten Männern.
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